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Wer mir beim Malen bis jetzt begegnete und gerne bleiben darf ~ WHO CROSSED MY PAINTING-PATH SO FAR AND IS WELCOME TO STAY

28/02/2011

Ich bin keine Malerin. Nicht weil ich es nie gewollt hätte – ich wollte es sogar sehr, schon in meiner Jugend. Es lag vielmehr daran, dass ich immer dachte, ich könnte es nicht, obwohl ich irgendwo immer gewusst habe, dass es letztendlich nur auf den Willen und die Freude am Tun ankommt. Naja, der Kunst-LK an der Schule hat sein übriges getan… ständig verglich ich mich mit den ‚begabten‘ Kindern und wähnt mich mehr und mehr als hoffnungsloser Fall…  Schade dass wir keinen Lehrer hatten, der uns mit seiner Leidenschaft für’s Kunst machen inspirieren konnte. Die meisten dachten wohl eher leidenschaftlich darüber nach, wie sie die Zeit in der Schule möglichst schnell rum bekommen konnten. ;-P

Aber das war gestern. Ich will mir das Malen als Ausdrucksmittel erobern. Ich will es wagen ein schlechter Anfänger zu sein und trotzdem weiter zu machen.

Auf diesem Weg bin ich mittlerweile Menschen begegnet, deren Leidenschaft höchst ansteckend ist und die einen wahrlich zu ermutigen wissen.  Ich möchte sie Euch heute vorstellen:

1. Julia Cameron, Autorin von Der Weg des Künstlers. Dieses Buch mögen die meisten von Euch schon kennen. Ich habe irgendwo mal gehört jeder Kunststudent hätte es unter seinem Kopfkissen liegen für den Fall dass er sich blockiert fühlt. Keine Ahnung ob das so stimmt, aber ich finde sie wahrlich genial. Ich gehöre zu denjenigen, die nie über Woche zwei des im Buch enthaltenen Programms hinausgekommen sind, aber was ich bis jetzt gelesen habe hat mir schon unheimlich geholfen vorhandene Blockaden abzubauen und mich nicht von Selbstzweifeln und -Kritik regieren zu lassen.

2. Misty Mawn. Ich habe gerade ihren Mixed Media Kurs ‚stretching within‚ mitgemacht. Inhalt waren Zeichnen, Malen, Kollage und photo-journaling. Sie hat unglaublich viele Videos produziert, in denen man ihr beim Arbeiten über die Schulter schauen kann. Ausserdem war der Kurs voll gepackt mit Materialtips, theoretischen Erklärungen und inspirierenden Künstlern. Ich bin in der ersten Woche bereits hin und weg gewesen von dem was mir mit ihrer Hilfe möglich war. Ich habe vor Dankbarkeit geheult als ich ihre Videos geschaut habe… SO geht das also, warum hat mir das nie jemand vermitteln können? Mir kam der Gedanke, dass in Deutschland echt zu wenig Wert darauf gelegt wird, dass jeder der es möchte die nötige Unterstützung und Ermutigung bekommt, sein Talent zu entwickeln.

3. Michele Cassou mit Ihrem Buch Point Zero – entfesselte Kreativität. Sie steht für authentisches Malen. bei Ihr geht es darum zu vergessen, was man an Theorie verinnerlicht hat statt dessen seinen ur-eigenen Ausdruck zu finden, frei von den ‚Drachen‘ der Ergebnisse, der Kontrolle und Bedeutung.  Es geht auch um das Anzapfen/ die Verbindung mit der eigenen Spiritualität.

Ich bin auf sie aufmerksam geworden als ich mich über Arno Stern informierte, der in Paris einen Malort für Kinder schuf und dabei so etwas wie die ’natürliche Spur‘ entdeckte, die sich frei entwickeln kann, wenn die Malumgebung frei von Bewertungen und Interpretationen ist. Ich finde seine Arbeit sehr spannend und will mich damit näher beschäftigen. Leider musste ich feststellen, dass unsere Stadtbibliothek keines seiner Bücher führt :-( Jedenfalls hat dort in seinem Malort auch Michele Cassou den Zugang zu Ihrer Kreativität gefunden.

4. Erst heute habe ich Felix Eckardt entdeckt. Mein Mann hat sich beim Fussballtraining unseres Sohnes mit einer anderen Mutter unterhalten, die in einem Buch von ihm las, es heißt Genial Malen. Das ließ mich erstmal an uninspirierte Technickverherrlichung denken ‚ähem‘. Aber mein Mann bestand darauf, dass ich mir ein Video von ihm anschaue und das spricht eine ganz andere Sprache, seht selbst:

Spätestens das nächste Video hat mein freiheitsliebendes Herz dann entzückt. Herrlich unprätentiös :)

Wer hat Euch inspiriert oder weitergebracht was das Malen betrifft? ich würde mich freuen, wenn Ihr es uns in den Kommentaren verratet!

~

I’m not a painter. Not because I never longed to be one – I actually did since I was young. No, I always thought I couldn’t do it, although somehow I guess I’ve always known that it’s only a matter of willingness and enjoying the process. Art-class in highschool didn’t do much good either. I always compared myself to the more skilled or talented kids and hope faded more and more… I wish we would have had a teacher who had been able to inspire us with her passion for the art. Most of them I figure were rather passionatly considering how to get home soon… ;-P

But those days are gone. I’m setting out to learn how to express myself with drawing, painting and whatever I like. I am daring to be a beginner and let that show.

On this path of mine I met some people who‘ s passion is contagious and who really know how to encourage and empower a beginner. And this is who they are:

  1. Julia Cameron, author of The Artist’s Way. Many of you may know her.  Someone wrote that every art student has a copy of her book under his pillow for times of artist blocks. I don’t know about that but I find her truly genius. I am counting myself to that type of persons who never got past week two of the program included in her book but what I did read till now has had a big impact on me. It helped me tear down resistance and to not let myself be ruled by self-criticism and fear.
  2. The wonderful Misty Mawn. I have participated in her recent mixed media e-course ‚stretching within‚. The topics were drawing, painting, collage and photo-journaling.. She produced an unbelieveable amount of videos showing us how she works. The first week I was already blown away by what I was capable of with her help and guidance. Her videos made me cry out of gratitude… this is how you do it? Why hasn’t anyone ever been able to teach me like that?
  3. Michele Cassou and her book Point Zero. Creativity Without Limits . She teaches painting with authenticity, getting rid of what we have been taught about theory and find ones true voice and expression in art. She want’s to free people from the Dragon of Product, the Dragon of Controll and the Dragon of Meaning in order to help them connect with their spirituality. I found her while reading about Arno Stern, who has set up a place for children to draw and paint in Paris where there’s no judgement or interpretation allowed. This led to some great discoveries which he explaines on his website (better than I ever could). I want to learn more about his work!
  4. Today I discovered another really unpretentiuos and inspiring teacher who makes my freedom-loving heart jump with joy: Felix Eckardt. Unfortunately he’s only teaching in german so far. He has published some books and if you want to get an impression of what he does you can watch the videos above which are also in German.

Who has been important to you along your journey with painting? Please share with us in the comments so we can get inspired, too! :)

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3 Kommentare leave one →
  1. 09/03/2011 10:36 pm

    Hallo, ich komme gerade rüber vom BYW Kurs und habe im Forum deinen „bilingual“ topic gelesen – das motivierte mich, bei dir reinzuschauen! Ich bin nämlich auf der Suche nach guten deutschen blogs (und würde mich deswegen natürlich sehr freuen, wenn du weiterhin in deutsch schreibst) – ich komme aus Deutschland, lebe aber seit knapp zehn Jahren in Kalifornien. Dein blog (ist es eigentlich „der“ oder „das“ blog?) spricht mich sehr an, du hast eine gute „Schreibe“ und klingst überhaupt nicht gestelzt.
    Dieser post im besonderen hat’s mir angetan, denn seit ich in USA lebe habe ich meine künstlerische Seite entdeckt ohne irgendeine Ausbildung in der Richtung zu haben. Learning by doing ist angesagt, und ein Haufen Bücher (Kelly Rae Roberts war für mich ein großer Anstoß) sowie online Kurse. Ich fühle mich wie befreit!
    Schön, bei dir vorbeizuschauen – bitte entschuldige mein manchmal holperiges Deutsch, die englischen Ausdrücke sind schnell da und es braucht manchmal eine Zeitlang, den deutschen Ausdruck zu finden. Verrückt, nicht wahr?

    • 09/03/2011 10:55 pm

      Hallo Carola,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich gerade darüber freue – das Thema das Dich so anspricht – Kunst, learning by doing, online-Kurse, tun was man liebt, ist es, mit dem ich mich in Zukunft stark beschäftigen möchte. Leider war ich die letzten eins/zwei Wochen sehr entmutigt und unischer, ob ich diesen Kurs verfolgen soll. Du hast gerade ein Feuer in mir angekitzelt, das dringend Sauerstoff benötigte und mir einen ermutigenden Anstoss gegeben. Danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast, einen Kommentar zu verfassen!
      Ich glaube es heißt das blog, aber ganz sicher bin ich mir da auch nie ;) Ich freue mich total, dass Dir meine Art zu schreiben gefällt, das tut so gut zu hören!
      Ich kann Deine Schwierigkeiten beim Deutschschreiben gut nachvollziehen – ich habe mal ein Jahr lang in Kanada gelebt und hatte da mit der Zeit auch Schwierigkeiten, mich wieder umzustellen. Als ich nach Hause kam habe ich wenn ich Filme anschaute im Kopf alles zurück ins Englische übersetzt… ;)

      So, jetzt schau ich rüber auf Dein Blog, bis gleich!

Trackbacks

  1. malst Du schon, oder schämst Du Dich noch? « Wie Bücher in fremder Sprache

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