Skip to content

Mut zum Träumen / Courage to dream

18/01/2011

This is my first blog entry written in German AND English. I hope you don’t feel overwhelmed by the amount of text and find your way through it effortlessly.  The English words will be written in fat letters and I’ll seperate the German parts from the English ones with this sign:

~

Das ist mein erster Blog-Eintrag, den ich sowohl in deutsch als auch in englisch verfasst habe. Ich hoffe der viele Text erschlägt Euch nicht und Ihr findet Euch zurecht. Die englischen Passagen schreibe ich in Fettbuchstaben und trenne sie von den deutschen mit diesem Zeichen:

~

Samstagabend hatte ich einen Geistesblitz… Ich hatte eine Geschäftsidee. Das ist nicht total neu für mich – ich habe mich schon seit längerem damit beschäftigt, wie ich, ohne angestellt zu sein, Geld verdienen und dabei auch noch Spass haben könnte. Eigentlich ist das mein Traum seit ich aus der Schule raus bin. Ich erinnere mich noch an einen Tag, als ich mit meinen Freundinnen in der Cafeteria der örtlichen Universität saß, wo wir uns Informationen über verschiedene Studiengänge geholt hatten. Ich sagte zu ihnen „Man müsste einfach nur eine gute Idee haben!!“. Dieser Gedanke begleitete mich all die weiteren Jahre, in denen ich ein Studium begann, wieder abbrach, ein neues anfing, Kinder bekam, wieder abbrechen wollte um Kunsthandwerkerin zu werden, trotzdem weitermachte und schließlich mein Diplom erhielt. Seit dem ich mit meinem Studium fertig bin, beschäftigt mich dieser Gedanke wieder mehr denn je. Denn wenn ich eine Sache nicht aushalte, dann ist es,  fremd bestimmt zu sein – weder zeitlich noch was meine Aufgaben anbelangt.  Ich wünsche mir daher nichts sehnlicher, als selbstständig zu arbeiten, möglichst mein eigener Chef zu sein. Denn Geld verdienen möchte und muss ich.  Ich habe einiges über Existenzgründungen gelesen (z.B. „Kopf schlägt Kapital“ von Günter Faltin kann ich empfehlen, wenn es um die Ideenfindung geht) und für mich und meine besten Freundinnen einen Blog zur Ideenfindung und Recherche rund ums Thema Existenzgründung erstellt. Aber die richtige Idee ist bis jetzt noch nicht da gewesen. Und ganz ehrlich – selbst wenn ich sie gehabt hätte, meine Ängste und meine Selbstkritik hätte ihr sicherlich rechtzeitig den Gar ausgemacht.

Nun saß ich also Samstagabend am PC und auf einmal kommt diese Eingebung. Und ich finde sie so spannend, dass ich meinem Freund beim Insbettgehen davon noch erzähle und am nächsten Morgen gleich wieder darüber reden muss. Ich schlage mein Notizbuch auf und die Ideen und Details fließen nur so aus mir heraus und auf’s Papier…  den Rest des Tages bin ich allein mit mir und mein Ego hat Zeit aufzuholen…  Gedanken kommen hoch wie „das ist ne Nummer zu groß für Dich“, „Du hast davon ja gar keine Ahnung“, „Du bist nicht die Richtige dafür“ etc., etc..  Am Abend fühle ich mich mut- und kraftlos und möchte am liebsten gar nicht mehr an meine Geschäftsidee denken – mein bequemes Leben nicht durcheinander rütteln lassen.

Kennt Ihr solche Erfahrungen? Ich glaube ich hatte sie schon öfters. Es fühlt sich deprimierend an, seine Ideen und Träume als eine Nummer zu groß abschreiben zu „müssen“, sich von der Angst vor neuen Herausforderungen, vor Versagen und Kritik auf den Boden der angeblichen Realität zurückholen zu lassen. Eine frustrierende Realität, an die man in Momenten der verspielten Selbstvergessenheit gar nicht glaubt. Und wäre es dieses Mal wie immer und ich würde meine Idee langsam ins Unbewußte zurück gleiten lassen, so würde ich Euch jetzt davon ganz sicher nicht schreiben. Aber etwas IST anders…

Gestern Abend habe ich mir noch die Affirmationskarten ausgedruckt, die wir in Mondo Beyondo (einer Online-Klasse zum Träumen lernen) von Jen Lemen und Andrea Scher bekommen haben. Man soll sich jeden Tag eine aussuchen, die möglichst unrealistisch oder schwer zu erreichen erscheint und sich von diesem Satz durch den Tag begleiten und ihn auf sein Unterbewußtsein wirken lassen.

Diese hier habe ich mir gestern Abend noch ausgesucht:

~

Saturday night I had a sudden inspiration… a business idea. That is nothing so new for me since I have been thinking a lot about how to earn money without being employed by anybody and even enjoy it. In fact, this has been my dream since getting out of school or maybe even longer. I remember one day when I was sitting in the cafeteria of our local University where we had just picked up information about different classes which might seem interesting. I told them “All it would need is a great idea!!”. This thought stayed in my mind all the following years to come – while I  enrolled in University and quit a few months later, while I enrolled in a different field of study and became a student mother thrice… while I planned to quit again and become an artisan instead…while finishing nonetheless and finally holding my diploma… Since being done with university this thought is concerning more than ever. That is mainly because I can’t stand it, if I’m not in charge of my time and my responsibilities. I wish for nothing more than being able to be my own boss and work self-employed. Therefore I read a lot about setting up a business and created a blog for me and my two best friends where we could collect ideas and share our research and thoughts. But the right idea didn’t come to my mind yet, And if I’m honest – even if it did, my fears and my self-criticism would have prevented it from blossoming.

Well, there I was sitting at my computer Saturday night and suddenly I had this inspiration. I was so excited, that I filled in my husband before we fell asleep and went on about it right after getting up the next morning. I took notes about all the details, questions and related ideas and my thoughts just kept flowing onto the paper… I spent the rest of the day by myself and during that time, my ego had a chance to catch up… thoughts arose like “that is just out of my league”, “I’m not skilled for that field”, “I’m not the right one for it” and on and on…By nighttime I felt defeated and without courage and didn’t even want to think about my idea any more. I was afraid to shake up my oh so convenient life…

Did you ever have experiences like that? I think I’ve been there many times. It feels so depressing to dismiss a dream for being out of reach. To be brought back into the assumed reality by ones fear of new challenges, of failure, of criticism. This is a frustrating reality in which I don’t even believe in during those blissful moments where my mind is playful and at one with the world… And would it be like always, I’d let my idea silently slip back into the unconscious. But something IS different…

Last night I printed out the affirmation cards that we were given in our Mondo Beyondo class by Jen Lemen und Andrea Scher. You’re supposed to pick one each day – preferably one that seems very hard to believe at that moment or very unrealistic – and then let that thought accompany you throughout the day and drip into your unconscious.

This is the one I picked that night:

Ziemlich hart für mich zu glauben, ehrlich. „Und ob das überhaupt was mit dieser Geschäftsidee, dieser Spinnerei zu tun haben könnte? Vermutlich nicht, denn da habe ich wirklich keinen Plan.“

Meine Stimmung hatte sich noch nicht viel geändert, als ich heute an meinem Bücherregal vorbei lief und mich auf einmal ein Buch anguckte, was ich schon seit ein paar Jahren nicht mehr in den Händen gehalten hatte. Es ist mir schon öfter passiert, dass mir im Vorbeigehen eines meiner Bücher auffiel und ich darin unerwarteter Weise genau das fand, was ich gerade braucht. Also habe ich mittlerweile gelernt, meiner Intuition in dieser Sache zu folgen. Diesmal handelte es sich um ein kleines Büchlein von Paulo Coelho „Der Wanderer„. Ich schlug das Buch irgendwo auf und las folgendes:

Unbeirrt seinen Weg gehen

Der Meister sagt:

>>Wenn du den Weg deiner Träume gehst, gib dich ihm ganz hin. Laß mit der Entschuldigung >Das ist noch nicht ganz das, was ich wollte< keine Hintertür offen. In diesem Satz liegt der Keim für eine Niederlage.

Geh deinen Weg. Auch wenn das manchmal heißt, Schritte ins Ungewisse zu tun, auch wenn du weißt, daß du es besser machen könntest. Wenn Du deine Möglichkeiten in der Gegenwart ausschöpfst, wirst du in Zukunft sicher besser werden.

Doch wenn du deine eigenen Grenzen leugnest, wirst du sie nie überwinden.

Stelle dich mutig deinem Weg, fürchte dich nicht vor der Kritik der anderen. Und vor allem, laß dich nicht durch Selbstkritik lähmen.

Gott wird in den schlaflosen Nächten an deiner Seite sein und deine heimlichen Tränen mit Seiner Liebe trocknen

Gott ist der Gott der tapferen.<<

(Für mich steht „Gott“ als Metapher für etwas anderes, das kann sich ja jeder übersetzen, wie er will)

Und dann las ich noch:

Vom Sprung ins kalte Wasser

Als der Wanderer zehn Jahre alt war, bestand seine Mutter darauf, daß er Sportunterricht nahm. Eine Übung bestand darin, von einer Brücke ins Wasser zu springen. Er kam fast um vor Angst, stellte sich ganz hinten in die Reihe und litt mit jedem Jungen, der vor ihm sprang, denn bald würde der Augenblick kommen, in dem er selbst springen mußte. Eines Tages zwang ihn der Lehrer, der seine Angst bemerkte, als erster zu springen. Er hatte zwar genausoviel Angst, aber sie war so schnell vorbei, daß er nun mutig wurde.

Der Meister sagt:

>>Häufig müssen wir auf den richtigen Augenblick warten, manchmal aber müssen wir sofort handeln und ins kalte Wasser springen. In solchen Fällen ist Aufschieben das allerschlimmste.<<

Für alle die das Buch haben: „Macht Glück angst? ist auch noch eine tolle Geschichte. Sonst habe ich nichts gelesen. Aber diese drei Passagen fühlten sich an, als wären sie genau für mich und für diesen Moment geschrieben worden. Die Zweifel lösten sich dadurch nicht in Luft auf, aber ich habe tatsächlich gewagt, in meinem Herzen einen klitzekleinen Platz zu lassen für die Möglichkeit, meine Idee, meinen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Ich wagte auch, den ermutigenden, positiv eingestellten Stimmen im Innen und Aussen ein wenig Glauben zu schenken und meine Möglichkeiten nicht ganz so eng eingegrenzt zu sehen…

Wer weiß, vielleicht verläuft es sich im Sande, oder führt mich zu etwas anderem, vielleicht setze ich mich tatsächlich daran, diesen Traum wahr werden zu lassen… vielleicht mit Erfolg, vielleicht scheiternd aber um einige Erkenntnisse reicher… Ich würde nur wirklich gerne diesen selbstkritischen, ängstlichen Stimmen in meinem Inneren die Stirn bieten und irgendwann auch mal ins kalte Wasser springen!!

Ich danke Euch für’s Zuhören! Habt Ihr auch eine gute, aber scheinbar verrückte Idee, die Euch eine Nummer zu groß für Euch erscheint? Und bitte: träumt weiter! ;)

~

Quite hard to believe for me, that’s for sure. And why would I even think it could be applied to my particular situation? Probably not for I really don’t have a clue about what to do.

My mood hadn’t changed much yet when I went by my bookshelf and a book caught my eye which I hadn’t looked at in a couple of years. I have learned to take it serious when a book from my shelf is attracting my attention, since these kind of intuitions have often provided me with just what I needed to hear (read) at that particular moment in time. This time it was a small paperback from Paulo Coelho named “Der Wanderer” (what is German and means “The Wanderer“, I couldn’t find an english version of this book). I opened the pages and read the following sentences (translated from German in my own words):


Walking ones path with determination

 

 

The master says:

 

>>If you are following the path of your dreams, devote yourself to it with all you have. Don’t leave a backdoor open for yourself with the excuse >It’s not quite yet what I was looking for’. This sentence holds the seed for a defeat.

 

Walk your path. Even if sometimes means to take a leap into the dark, even if you know you could do better. If you are taping all your possibilities in the present, you’re going to get better in the future for sure.

 

But if you deny your own boundaries you’ll never be able to overcome them.

 

Courageously surrender to your path, don’t be afraid of other peoples criticism. And above all don’t let self-criticism paralyse you.

 

God will be at your side during your sleepless nights, drying your secret tears with his love.

 

God is the God of the valiant.<<

 

(For me “God” is a metaphor for something else, everybody is free to  translate it according to his/her own beliefs)

 

And I also read:

About jumping in at the deep end

 

 

When the wanderer was ten years old his mother insisted that he participated in a physical education class. One exercise was to jump into the water from a bridge. He was afraid to death, placed himself at the very end of the line and suffered with every boy who jumped before him because soon it would be his turn. One day the teacher who noticed his fear made him jump before anyone else. He was afraid as always but it went by so quickly that he was starting to feel more bold.

 

The master says:

 

>>Many times we have to wait for the right moment but sometimes we have to act immediately and jump in at the deep end. In these cases procrastination is the worst thing.<<

 

I read another story named “is happiness frightening?” which was also very good. I opened the book by chance and found these three stories, I didn’t look at anything else. But these three sequences felt like they were written for me and this particular moment. They did not dissolve my doubts but I actually found the courage to save a tiny little space in my heart for the possibility to let that idea of mine transform into reality and to believe those positive and encouraging voices inside and out just a little bit more. I started to think that my possibilities might be not as limited as I might have assumed…

I don’t know if this undertaking will run out of steam, lead me to something different or if I really go ahead and make this dream come true…maybe with success, maybe failing and gaining knowledge at the same time… Anyways, I’d really like to confront these frightened, self-critical voices inside of me and don’t let them get the best of me… one day I want to jump in at the deep end!

I thank you so much for listening! What are your great ideas that maybe appear slightly crazy or overwhelming to and you keep telling yourself they are out of your reach? Please share them with us in the comments below. And p.l.e.a.s.e dream on! ;)

 

 

 

 

Advertisements
7 Kommentare leave one →
  1. Franzi permalink
    19/01/2011 9:33 pm

    Kommt ihr alles sehr bekannt vor. Nur den Kopf nicht hängen lassen. Irgendwann schaffst du es deine Träume und Ideen zu realisieren. Liebe grüße, Franzi

  2. 19/01/2011 9:54 pm

    und nicht nur träumen! bleib dran! da bin ich mal gespannt auf deine idee, deinen weg :-) alles gute!!!

  3. 21/01/2011 7:27 pm

    Lieben Dank Ihr beiden!! :) Ich bin noch drann… und es wächst und verändert sich noch alles in meinem Kopf.

  4. 20/02/2011 9:14 pm

    It looks like our journeys are related in so many ways! What a joy to have discovered your lightness and depth.

    I love what you’ve written here, and the honest and vulnerability, openness and intuition you share.

    I also love Coelho.

    What I know for sure is it isn’t worth it for me to compromise following my heart–but I am learning that until I greet my present with my heart, any road is empty. No destination will be sufficient. Such a huge lesson for me.

    And the funny thing is that this place of heart is where it seems that everything grows.

    Thank you for sharing yourself here, and for making the extra effort to put it into English!

    Thank you, thank you!

    • 22/02/2011 1:22 am

      Dear Brooke! Thank you for your wise words and especially these: ‚until I greet my present with my heart, any road is empty‘ . Muchs gracias, I’ll keep that in mind because I tend to forget!

  5. Lari Washburn permalink
    14/03/2011 10:10 pm

    I think you are getting lots of good advice from „something bigger than yourself“ as we call it in my spiritual practice…which also says that you have everything within you already. The thing I am learning is to make a friend of my mind, which means not to believe it all the time! Sometimes it just wants me to be safe. But I’ve found that I’d rather be a bit afraid than not keep trying for what I dream of. I work at that every day…to make what I dream of become reality. It’s the only way I know to make dreams come true. Plus a lot of help from that „something bigger“. :-)

  6. 15/03/2011 11:44 am

    Dear Lari, thank you, what you are saying are the same experiences that I have. Right now I try to stay open and present to work myself through the fear, or better sit through it. For the last 2 weeks it felt like fear got the best of me, but somehow I knew that everything happens in waves and I let my self be carried by them and tried to listen to what they have to tell me.
    I so agree with you about rather being a bit afraid than not trying to realize my dreams. I think I need a regular practice though, to support me with that. I started a yoga home-practice but didn’t keep it up. I want to get back to it or learn how to meditate… Would you like to tell me more about your spiritual practice, maybe in an e-mail?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: