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Wofür ich dankbar bin ~Tag 8

14/12/2010
  • Mir ist in den letzten Tagen bewusst geworden, dass mein Interesse an vielen Sachen die mich anziehen schon in frühen Jahren geweckt wurde, durch Menschen, mit denen ich damals zu tun hatte. So ist es zum Beispiel mit dem Fotografieren. Mein Vater hatte einen Freund, der Fotograf war, und der dort wo mein Vater wohnte, seine Dunkelkammer eingerichtet hatte. Das fand ich schon spannend und ich kann mich noch dunkel an die Gerüche der chemischen Entwickler erinnern. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir allerdings ein Ausflug, bei dem auch besagter Fotograf dabei war. Wir fuhren zu einem Dorf hier in der Nähe und ich meine es war noch recht früh am Morgen. Der Fotografenfreund fotografierte eine Wiese, und er ließ mich durch den Sucher schauen, um mir zu zeigen, was er da fotografierte. Es war ein wahrlich verzaubertes Bild – eine ganz andere Welt: er muss die Kamera direkt durch oder übers Gras gerichtet haben. Ich erinnere mich an ein Meer von Taubenetzten Grashalmen und Spinnenweben, die in der Sonne glitzerten und funkelten. Der Anblick hat mich überrascht und total fasziniert, so dass er mir nie aus dem Gedächtnis gegangen ist. Mir ist neulich aufgefallen, dass ich ohne mir dessen bewusst zu sein ganz häufig versuche, etwas derartiges wieder zu finden, und im Foto festzuhalten. Man trifft mich daher oft mit der Kamera am Boden an:

Die Froschperspektive hat es mir angetan.  Kein Wunder, ich war schon immer fasziniert von kleinen, geheimen Mini-Welten, wie ich sie mir z.B. in Glasmurmeln vorstellte – ich ging mit dem Auge ganz nah ran und stellte mir vor, dass ich dort drinnen in dieser Welt aus Blasen und Farben als Zauberin lebe, ich glaube dort war meine Zauberschule. Eine ganze Zeit lang – bis in mein Teeni-Alter, waren Ameisen meine Lieblingstiere, weil sie in ihrer ganz eigenen kleinen Welt leben, die wir großen Ungetümer gar nicht wahrnehmen. Und sie ist wirklich faszinierend, vielleicht habt ihr es selbst gesehen, in dem Film „Mikrokosmos – das Volk der Gräser“ ?

 

 

Ich bin also dankbar dass ich mit diesem Menschen zu tun hatte, und für diesen besonderen Moment, der sich mir so tief eingeprägt hat. Der Fotografenfreund sieht das vielleicht anders – ich erinner mich, dass ich für ihn eine richtige Plage war… habe ihn wahnsinnig gerne geärgert, z.B. auf Feiern ständig an seinen Füßen gehangen und die Schnürsenkel aufgezogen. Der ist bestimmt nicht gut auf mich zu sprechen ;)

Gibt es Begegnungen in Eurem Leben/ eurer Kindheit, für die Ihr dankbar seit, weil sie ein Interesse oder eine Leidenschaft in euch geweckt haben?

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